💫 Das große BBQ Polytech Paris-Saclay 2026: Dreißig Jahre technologischer Transformationen
vom 7. Juni 2026
Am Samstag, dem 6. Juni 2026, trafen sich Alumni der Polytech Paris-Saclay im Maison de l'Ingénieur in Orsay zum traditionellen großen Grillfest, das vom Alumni-Verein organisiert wurde.
Dieses Ereignis bietet jedes Jahr den verschiedenen Abschlussjahrgängen die Möglichkeit, für einen einfachen Moment zusammenzukommen: um sich zu unterhalten, Erinnerungen auszutauschen und diejenigen wiederzusehen, mit denen sie einen Teil ihrer Ingenieurslaufbahn gestaltet haben.
Polytech Paris-Saclay ist die interne Ingenieurschule der Universität Paris-Saclay und gehört seit 2010 zum Polytech-Netzwerk, das als führendes französisches Netzwerk für Ingenieurausbildung gilt.
Die Schule liegt im Herzen des Saclay-Plateaus und bildet derzeit fast 1000 Ingenieurstudenten in vier Hauptfachrichtungen aus:
- Elektronik und Informatik für eingebettete Systeme
- Informatik und mathematische Ingenieurwissenschaften
- Materialien, Mechanik und Energie
- Photonik- und optronische Systeme
Eine Schule vor der Schule
Die Institution stützt sich zudem auf rund zwanzig Forschungslabore und ein großes Netzwerk von Partnerunternehmen in einem Umfeld, in dem wissenschaftliche Forschung, Ingenieurwesen und technologische Innovation aufeinandertreffen.
Die Ausgabe 2026 des Grand BBQ brachte mehrere Jubiläumsjahrgänge zusammen, wobei den Absolventen der Jahrgänge 1986, 1996, 2006 und 2016 besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde.
Bei Ihrer Ankunft auf dem Campus fiel Ihnen sofort etwas auf: der Kontrast zwischen den anwesenden Generationen.
Bevor die Einrichtung zur Polytech Paris-Saclay wurde, hieß sie NFI-FIIFO, das Computer Engineering Training Program der Fakultät Orsay.
Zu jener Zeit ähnelte die Schule noch nicht der großen Ingenieurschule, wie wir sie uns heute vorstellen.
Kein wirkliches Gebäude. Kein strukturierter Campus. Kein moderner Computerraum. Manchmal reicht das Budget nicht einmal für den Haushalt.
Die Studierenden besuchten Vorlesungen am Institut für Technologie der Universität Orsay (IUT). Das Maison de l'Ingénieur (Ingenieurhaus) existierte damals noch nicht. Sein Bau verzögerte sich, nachdem an der für die Fundamente vorgesehenen Stelle eine gallo-römische Villa entdeckt worden war. Einige Absolventen erinnerten sich an eine Zeit, als die Hochschule noch keine eigenen Gebäude besaß, der Unterricht sich mitunter auf mehrere Gebäude verteilte und die Computertechnologie mit weitaus begrenzteren Ressourcen als heute auskam.
Und dennoch war trotz dieser Einschränkungen bereits etwas vorhanden.
Eine Kultur.
Andere beteiligten sich ganz natürlich an Gesprächen über aktuelle Themen:
- künstliche Intelligenz
- Cloud-Computing
- Cybersicherheit
- Simulation
- verteiltes Rechnen
- oder sogar die Entwicklung digitaler Berufe
Im Verlauf der Diskussionen tauchte immer wieder eine Idee auf: Technologien verändern sich rasant, doch manche Grundlagen bleiben erstaunlich stabil.
Technisches Interesse. Anpassungsfähigkeit. Wissenschaftliche Kultur. Und der Wunsch, Systeme zu entwickeln, die sich mit der Zeit weiterentwickeln können.
Die Organisation des Tages wurde vom Alumni-Büro der Polytech Paris-Saclay übernommen, einschließlich einer Rede-Session am frühen Nachmittag für die Jubiläumsklassen.
Zwischen dem Gedächtnis der Schüler und der technologischen Entwicklung
Der unvergesslichste Teil des Nachmittags war wohl die Reihe von Reden der Alumni.
Abgesehen vom nostalgischen Aspekt zeichneten diese Reden vor allem die Entwicklung der Informatikausbildung und der französischen Technologielandschaft über mehrere Jahrzehnte nach.
Ehemalige Schüler erinnerten sich an eine Zeit, als die Schule noch einen anderen Namen hatte, vor den aufeinanderfolgenden Fusionen, die zur Gründung von IFIPS und dann zur Integration in das Polytech-Netzwerk führten.
Durch die wiedergegebenen Erinnerungen entdecken wir vor allem eine andere Art, Informatik zu lernen.
Einige erinnerten sich daran, dass das Maison de l'Ingénieur (Haus der Ingenieure) zu Beginn ihres Studiums noch gar nicht existierte. Die Kurse fanden damals auf mehrere Gebäude auf dem Campus Orsay verteilt statt, zu einer Zeit, als die IT-Infrastruktur der Universität noch im Aufbau war.
Ein weiteres Thema, das in den Diskussionen regelmäßig zur Sprache kam, war: die Anfänge des Internets.
Die alten Hasen sprachen über die ersten TCP/IP-Architekturen, Berechnungen mit MATLAB, Arbeiten im Bereich neuronaler Netze und die technischen Beschränkungen, die eine wirklich strenge Nutzung der Maschinenressourcen erforderten.
In einer Zeit, in der wenige Sekunden Animation stundenlange Berechnungen erfordern konnten, wurde die Informatik in einem viel direkteren Verhältnis zu den Hardwarebeschränkungen praktiziert.
Die Reden hoben auch ein Element hervor, das heute oft vergessen wird: die menschliche Dimension von Ingenieurschulen.
Mehrere Alumni berichteten von der Gründung von Studentenvereinigungen, der Organisation von Galas, Skifahrten oder Veranstaltungen, die dazu dienen sollten, den Abschlussjahrgängen, die noch ihren Platz in der Landschaft der französischen Eliteschulen suchten, eine gemeinsame Identität zu geben.
Dieser Wunsch, „die Schule zu ermöglichen“, tauchte in den Zeugenaussagen immer wieder auf.
Und im Rückblick erzählen diese Initiativen auch die Geschichte der Entwicklung der Rolle des Ingenieurs selbst.
Der moderne Ingenieur ist nicht mehr nur ein spezialisierter Techniker. Er arbeitet heute in Umgebungen, in denen Kommunikation, Anpassungsfähigkeit und Zusammenarbeit ebenso wichtig sind wie rein technische Fähigkeiten.
Die in den Reden erwähnten Karrierewege spiegelten diese Vielfalt perfekt wider:
- Verteidigung
- Luft- und Raumfahrt
- Bank
- Industrie
- Forschung
- Verwaltung
- international
- Unternehmertum
Trotz dieser sehr unterschiedlichen Entwicklungen blieb ein gemeinsamer Nenner erkennbar: Die Fähigkeit der Informatik, sich ständig weiterzuentwickeln und dabei bestimmte Grundprinzipien beizubehalten.
Die Technologien verändern sich rasant. Die Werkzeuge verändern sich. Die Nutzung explodiert.
Doch die in den Reden erwähnten wissenschaftlichen Grundlagen – Mathematik, Netzwerke, Algorithmen, Berechnung, Modellierung – bilden auch heute noch das Herzstück moderner Systeme.
Eine Evolution, die Generationen überdauert
Letztendlich entsteht an diesem Tag nicht nur die Nostalgie für vergangene Abschlussjahrgänge.
Es geht vor allem darum, wie mehrere Generationen von Ingenieuren verschiedene große Umwälzungen in der Computertechnik bewältigt haben:
- die Anfänge der Netzwerke
- die Ankunft des Internets
- die Demokratisierung des Webs
- die Explosion der Mobiltelefone
- Cloud-Computing
- die Industrialisierung der Infrastruktur Und nun die Beschleunigung im Bereich der künstlichen Intelligenz
Hört man sich Gespräche zwischen ehemaligen Studenten an, wird einem schnell klar, dass jede Generation das Gefühl hatte, eine Zeit des technologischen Umbruchs zu erleben.
Für manche war dieser Durchbruch das Internet. Für andere das Internet. Heute nimmt sie die Form von generativer KI und den damit einhergehenden neuen Anwendungsgebieten an.
Und dennoch, trotz dieser aufeinanderfolgenden Veränderungen, erinnerten die Reden an eine recht einfache Realität: Die Grundprinzipien bleiben oft gleich.
- Ein System verstehen
- Ein Problem analysieren
- Modellierung
- Zur Optimierung
- Bauen
- Testen
- Anpassen
Die Werkzeuge entwickeln sich enorm weiter, aber die ingenieurtechnische Logik bleibt erstaunlich stabil.
Diese Kontinuität ist besonders in einer Umgebung wie dem Saclay-Plateau deutlich zu erkennen, wo sich die folgenden Elemente seit Jahrzehnten überschneiden:
- wissenschaftliche Forschung
- Industrie
- Maschinenbau
- und technologische Innovation
Es ist ein Moment, in dem verschiedene Epochen der Computergeschichte physisch am selben Ort aufeinandertreffen.
Generationen, die die Anfänge der Unix-Workstations miterlebt haben, tauschen sich mit Ingenieuren aus, die heute an Cloud-Infrastrukturen oder modernen KI-Systemen arbeiten.
Und inmitten dieser Diskussionen wird eines deutlich: Die technologische Entwicklung ersetzt frühere Generationen nicht wirklich.
Sie verlässt sich auf sie.
Moderne Systeme verdanken sich auch den Grundlagen, die von denjenigen geschaffen wurden, die bereits vor einigen Jahrzehnten mit Netzwerken, mathematischen Modellen oder verteilten Architekturen experimentierten.
Und dieses Ereignis erinnert letztlich an etwas, das in der heutigen Technologiebranche recht selten ist: Die Informatik besitzt bereits ihr eigenes kollektives Gedächtnis.
Und diese Erinnerung wird Jahr für Jahr von den nachfolgenden Absolventenjahrgängen auf dem Campus der Polytech Paris-Saclay weitergegeben.
Radikal unterschiedliche Entwicklungspfade
Dreißig Jahre später sind die Karrierewege der ehemaligen Studenten äußerst vielfältig.
Einige arbeiten im Luxussektor. Andere in den Bereichen Verteidigung, Bankwesen, Luft- und Raumfahrt oder Verwaltung.
Einige sind nach Mexiko, Schweden oder in die Schweiz gezogen. Einer von ihnen eröffnete ein Spa. Ein anderer baute einen Airbus A320-Simulator aus LEGO-Steinen.
Die Rede erinnert an etwas Wesentliches: Ingenieurstudiengänge führen nicht zu identischen Karrierewegen.
Es schafft eine gemeinsame Basis, von der aus jeder seinen eigenen Weg geht.
Was bleibt dreißig Jahre später übrig?
Der wohl eindrucksvollste Moment der Rede kommt am Ende, wenn die Alumni die jungen Absolventen ansprechen:
„Wagt es, den Job zu wechseln, wagt es, ihr selbst zu sein, wagt es, eure eigenen Überzeugungen zu haben.“
Die Botschaft ist einfach. Karrieren verlaufen nicht linear. Auch die technischen Kurse nicht.
Und vielleicht ist es genau das, was all diese Generationen verbindet: die Fähigkeit, trotz Unsicherheit weiter aufzubauen.
Wenn man diese Absolventenjahrgänge dreißig Jahre später wiedersieht, wird ein weiterer offensichtlicher Punkt deutlich.
Die Technologien verändern sich. Die Rahmenbedingungen ändern sich. Sprachen verändern sich. Künstliche Intelligenz verändert bereits die Industrie.
Doch manches bleibt gleich:
- Neugier
- Einfallsreichtum
- der Wunsch zu erschaffen
- und die menschlichen Verbindungen, die sich im Rahmen dieses gemeinsamen Abenteuers namens Computertechnik entwickelt haben.
Danke
Vielen Dank an die Absolventen für ihre Erfahrungsberichte. Ein herzliches Dankeschön an die ehemaligen Professoren und Teams der Polytech Paris-Saclay. Ein herzliches Dankeschön auch an die Organisatoren des Grand BBQ Alumni, die es ermöglicht haben, all diese Geschichten für einen Nachmittag wieder miteinander zu verbinden.
In einer Branche, die von ständiger Innovation besessen ist, diente dieser Tag letztendlich als Erinnerung an eine einfache Sache: Hinter jedem technologischen Durchbruch stehen oft mehrere Generationen von Ingenieuren, die die Grundlagen lange vor deren Sichtbarkeit geschaffen haben.
Denn letztendlich steckt hinter den Technologien Es sind vor allem Generationen von Menschen, die weiterhin zusammen existieren.