🧑‍💻 Programmierer vs. Vibe-Programmierer
der 11. Februar 2026
Lange Zeit basierte die Unterscheidung zwischen einem guten und einem mittelmäßigen Entwickler auf klassischen Kriterien: Lesbarkeit des Codes, Architektur, Performance und Testbarkeit. Diese Kriterien sind nach wie vor gültig. Sie reichen jedoch nicht mehr aus, um die aktuellen Entwicklungen zu beschreiben.
Mit dem Aufkommen von Tools wie Cursor wird eine weitere Haltung sichtbar: die des Vibe-Coders.
Das ist kein neuer Beruf. Es ist auch kein „Programmieren mit KI“. Es ist eine Verschiebung des Schwerpunkts.
Der Programmierer: Code als Einstiegspunkt
Der „traditionelle“ Programmierer arbeitet in einem Umfeld, in dem:
- Dateien stehen im Mittelpunkt. * Die Verzeichnisstruktur ist die Landkarte des Gebiets. * Die IDE ist ein Präzisionsinstrument.
Die Logik ist wie folgt:
Das Problem wird verstanden → der Code wird geschrieben → das Ergebnis wird erzielt
In dieser Position:
- Der Code ist die Quelle der Wahrheit. * Das Werkzeug (IDE, KI, Terminal) ist ein Beschleuniger. * Die Intention wird manuell in eine Struktur ĂĽbersetzt.
Dieser Ansatz ist robust, deterministisch und effektiv fĂĽr klar definierte Probleme. Er bleibt unverzichtbar.
Der Vibe Coder: Intention als Ausgangspunkt
Mit KI-gestützten ausländischen Direktinvestitionen entsteht eine andere Haltung.
In Cursor wird ein simples Detail aufschlussreich: die Tatsache, dass sich der KI-Agent links und die Dateien rechts befinden.


Diese Änderung ist nicht kosmetischer Natur.
Es stellt eine Umkehrung dar:
- Die Hauptschnittstelle wird dialogorientiert. * Dateien werden zu einer Projektion. * Code ist nicht mehr der Ausgangspunkt, sondern das Ergebnis.
Die Argumentation lautet:
Ich drücke eine Absicht aus → Ich bestätige eine Richtung → der Code wird ausgerichtet
Was sich wirklich ändert
Der Unterschied liegt nicht darin:
- die Sprache * das Framework * die Syntax
Es liegt darin, was das Handeln leitet.
Der Vibe-Coder gibt die Technik nicht auf. Er verzögert sie absichtlich.
Der Code wird zur Konsequenz, nicht zum Beweis.
Bei einem stimmungsbasierten Ansatz:
Kompetenz beweist sich nicht mehr durch die Komplexität des Codes, sondern durch die Konsistenz der Ergebnisse. Der Code ist austauschbar, überschreibbar und anpassbar.
Worauf es ankommt:
- Klarheit der Absicht * Geschwindigkeit der Annäherung * Fähigkeit zur Kurskorrektur ohne übermäßige Fixierung auf die Umsetzung
Der Code hört auf, ein heiliges Artefakt zu sein. Er wird zu einem Medium der Materialisierung.
Der Cursor ist nicht die Ursache, sondern der Offenbarer
Wichtig: Cursor erzeugt keine Vibe-Codierung.
Dadurch wird es sichtbar.
Er erklärt:
- ein beständiges Kontextgedächtnis * eine Kontinuität der Intention * ein Raum, in dem das Denken der Struktur vorausgeht
Die veränderte Anordnung (Agent links, Akten rechts) wirkt als kognitiver Auslöser:
Nicht mehr der Code leitet das Denken, > sondern das Denken leitet den Code.
Der Programmierer und der Stimmungs-Programmierer stehen nicht im Widerspruch zueinander.
Sie sind keine Konkurrenten. Sie ergänzen sich.
- Der Encoder eignet sich hervorragend zur Stabilisierung. * Der Vibrationsencoder eignet sich hervorragend zur Erkundung. * Der eine stabilisiert. * Der andere orientiert.
In komplexen Systemen sind beide notwendig. Doch die Entstehung des Vibe-Codings zu ignorieren bedeutet, einen wichtigen Wandel zu verpassen: den, bei dem die Intention zum primären Grundelement der Entwicklung wird.
Abschluss
Der Vibe Encoder ersetzt den Encoder nicht. Er verlagert lediglich den Schwerpunkt.
- Vom Code zur Absicht * Von der Implementierung zur Erfahrung * Vom Werkzeug zum kognitiven Fluss
Code bleibt unerlässlich. Er ist lediglich nicht mehr der Ausgangspunkt.